Stellungnahme: Tierquälerei in einer Viehsammelstelle in Werne

Symbolfoto (Quelle: Pixabay)

Wir sind zutiefst erschrocken über die qualvolle Behandlung von Rindern, Pferden und Kälbern, die in einer Viehsammelstelle in Werne durch die „SOKO Tierschutz“ aufgedeckt wurde. 

Mit welcher Verachtung und Brutalität hier vorgegangen wird, ist für uns unvorstellbar. Traurig ist, dass ein regionaler Metzger dieses System, wenn auch vermeintlich unwissend, mitgetragen hat. Dieses Vertrauen ist unwiederbringlich verloren. Gerade in der Fleischindustrie wurde bereits allzu oft das Vertrauen der Verbraucher:innen beschädigt. Auf lokaler Ebene verstört dies umso mehr, da hier Anderes erwartet wird. 

Dass kranke Tiere in der Lebensmittelverarbeitung landen und dermaßen misshandelt werden, zeugt von einem fehlerhaften System. Kontrollmechanismen haben hier auf mehreren Ebenen versagt. Hier muss eine nachhaltige Veränderung einsetzen. Dennoch sollte darauf hingewiesen werden, dass nicht allen lokalen Metzgern Derartiges vorzuwerfen ist, sondern dass es viele lokale Metzger gibt, welche sich um das Tierwohl und eine schnelle und schmerzfreie Schlachtung kümmern.  

Das Tierwohl ist ein zentrales Thema für die Grünen in Bundestagswahlkampf. Wichtige Punkte scheitern zu oft an der Agrarlobby: Das Verbot der Haltung von Sauen im Kastenstand kommt erst 2027, das Kastrieren von Ferkeln bei vollem Bewusstsein bleibt bis 2023 erlaubt. Die Grünen fordern die Einführung eines Tierschutz-Cents auf tierische Produkte, der das Tierwohl in der Landwirtschaft verbessert. 

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2 Kommentare

  1. Guten Tag,
    schön, dass Sie den „Vorfall“ zu diesen Grausamkeiten in der Tiersammelstelle der Firma M. in Werne gegen Tiere auf Ihrer Seite kommentieren. Doch was tun Sie aktiv gegen diese brutalen Verstöße im Tierrecht? Was tun Sie aktiv gegen die Nötigung dieser Kinder, die sich aktiv an den Brutalitäten beteiligt haben.(als Vorbild diese Erwachsenen, die die Brutaltitäten vor den Augen der Kinder in aller Öffentlichkeit begangen haben!!) Wurde in diesem Fall das Jugendamt eingeschaltet!! Sie können nun einmal demonstrieren, dass Sie tatsächlich für alle grünen Ideen einstehen und nicht nur reden!! Tun Sie endlich etwas aktiv. Zeigen Sie aktiv, dass Ihnen das Tierwohl am Herzen liegt. Schützen Sie diese Kinder, indem Sie vom Jugendamt beraten werden, um Ihnen zu zeigen, dass Sie ein schändliches Verhalten an den Tag gelegt haben, in der Hoffnung, dass sie bei Ihrem späteren Leben nicht ganz verrohen!! Worte allein helfen nicht !!
    Freundliche Grüße
    Brigitte Bandelin

    1. Sehr geehrte Frau Bandelin,
      mit unserer Stellungnahme wollten wir zunächst unser Entsetzen, aber auch eine gewisse Hilflosigkeit zum Ausdruck bringen, dass solche Dinge passieren.

      Mit den Grünen im Kreis gehen wir die Frage an, wo hier Kontrollen versagt haben – und verbessert werden müssen.
      Insgesamt müssen die gesetzlichen Rahmenbedingungen verbessert werden. Wie wir geschrieben haben, ist etwa der „Kastenstand von Sauen“ (sie werden in Metallstangen fixiert) eine riesige Tierquälerei – und noch bis 2027 erlaubt!

      Eine ausführlichere Antwort haben Sie an Ihre angegebene Mail-Adresse erhalten.

      Mit freundlichen Grüßen