Jugend soll bei den Grünen mitreden

Bericht des Westfälischen Anzeigers vom 16.06.2011

WERNE ▪ Durch eine Satzungsänderung ist die Grüne Jugend Werne nun auch offiziell ein Teil des Ortsvereins der Grünen in Werne. Knapp 20 Mitglieder entschieden in der Jahreshauptversammlung am Dienstag einstimmig über die Satzungsänderung.

„Die alte Satzung entsprach nicht mehr den Vorgaben des Landesverbandes und das Verhältnis des Ortsvereins zur Grünen Jugend, die sich im vergangenen Jahr neu gegründet hat, musste geregelt werden“, erklärte der zweite Vorsitzende Dr. Eberhard Stroben. Die neue Satzung ermöglicht den Jugendlichen, eigenständig zu wirtschaften und eigene Aktionen und Projekte, unabhängig vom Ortsverein, zu veranstalten.

Kirsten Rüsing berichtete als Sprecherin des Kreisvorstandes von der Landesdelegiertenkonferenz im Mai in Emsdetten über Themen, die auch die Stadt Werne betreffen. Der Landesparteitag sprach sich unter anderem dafür aus, die Gemeinschaftsschulen zu fördern und sich weiterhin für neue Schulen dieser Art einzusetzen.

Rüsing wies außerdem auf eine Infoveranstaltung gegen Fracking am heutigen Donnerstag im Stadthotel in Kamen hin. Zusammen mit anderen Ortsvereinen fordern auch die Werner Grünen zunächst Aufklärung beim Thema Fracking. Wie der Landesparteitag stellte auch der Ortsverein klar, dass die Risiken im Vergleich zum Nutzen beim Fracking zu groß seien und deshalb diese Methode der Erdgasförderung abzulehnen sei.

Ein weiteres Thema der Versammlung war der Antrag auf die Nutzung der öffentlichen Solarflächen. Die Grüne Fraktion fordert die Stadt dazu auf, die im so genannten Solarkataster angegebenen Flächen entweder selber zu bewirtschaften oder sie zur Verpachtung frei zu geben. Rüsing machte die Mitglieder außerdem darauf aufmerksam, dass bei der Innenstadtsanierung darauf geachtet werden müsse, dass für die gefällten Bäume Ersatz gepflanzt wird.

Als Sprecher der Grünen Jugend legte Niklas Herrberg kurz die Standpunkte des Parteinachwuchses dar. Auch die Jugend sehe beim Fracking großen Klärungsbedarf. Er plädierte für die Änderung des Bergrechtes, damit die Stadt am Verfahren beteiligt werde und Bürger gegen Fracking vorgehen könnten.

Der Vorsitzende Marco Küster kündigte an, dass die Grüne Jugend intensiver in die Arbeit der Ratsfraktion einbinden möchte. ▪ ans

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