Stellungnahme der Grünen zum Positionspapier A1

Presseerklärung vom 01.12.2009

Schade, dass das Positionspapier „Wirtschaftsstandort Werne“, welches am Mittwoch vergangener Woche im Planungsausschuss (SPV) vorgestellt wurde, nur ein Ziel hat, nämlich die Entwicklung eines Industriegebietes (GIB) an der A1. Es scheint so, als liege das Wohl und Wehe für Werne gegenüber dem Autohof.
Dabei bietet das Papier eine ausführliche und umfassende Darstellung der augenblicklichen Situation, die – und das sehen auch die Grünen in Werne so – nicht nur unbefriedigend, sondern besorgniserregend ist. Verlorene Arbeitsplätze lassen sich einfach nicht wegdiskutieren.
Umso wichtiger wäre es deshalb, eine durchgängige Strategie zu entwickeln, wie man freie Flächen in bestehenden Gewerbegebieten vermarkten kann.
Erstaunlich ist die Feststellung des Ausschusses, die vorhandenen Flächen am Wahrbrink seien schlecht gelegen. Sicher hat der Vorsitzende des Ausschusses Recht, wenn er feststellt, dass keines der jetzigen Ausschussmitglieder für die Entscheidung verantwortlich sei, am Wahrbrink ein Gewerbegebiet zu entwickeln, ohne zuerst für eine bedarfsgerechte Verkehrsanbindung zu sorgen.
Es ist noch nicht lange her, da wurde das Vorhaben L518n – genau so wie das jetzt geplante GIB-Gebiet an der A1 – als unabdingbar für die wirtschaftliche Entwicklung Wernes angesehen. Jetzt, wo es so aussieht, dass die L518n gebaut wird, scheint die Straße nicht einmal mehr zweitrangig zu sein. Dabei wartet im Wahrbrink das riesige nicht mehr genutzte IKEA-Lager auf eine sinnvolle Nutzung und auch die westlich gelegene IKEA-Erweiterungsfläche wäre ein Standort, welcher der Straße wieder einen Sinn gäbe.
Stattdessen setzen Verwaltung und Rat, mit Ausnahme der Grünen, auf das Gebiet gegenüber dem Autohof. Dabei ist dort mit einer sehr teuren Erschließung zu rechnen. Für die Vermarktung muss dann der Verkaufspreis wegen des Konkurrenzdrucks gedrückt werden. Das hatten wir schon mal, und zwar an der Butenlandwehr. Ob dann nach dem Bau an der A1 nicht nur nominell, sondern tatsächlich neue Arbeitsplätze entstehen, ist auch noch fraglich.

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