27.02.2010

Grüne kritisieren Fällen einer Eiche

26.02.2010 · WERNE Nachdem der städtische Bauhof Ende Januar eine stattliche Eiche vor dem Hotel am Kloster gefällt hat, fürchten die Bündnis-Grünen nun auch um die anderen Bäume entlang der Kurt-Schumacher-Straße. Sie stellen deshalb einen Antrag an den Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Verkehr, die Bäume im Bereich des Klosters an der Kurt-Schumacher-Straße, am Neutor und an der Südmauer in die Baumschutzsatzung der Stadt Werne aufzunehmen.

Veranlasst wurde die Fällung der Eiche im Januar vom Leiter der städtischen Umweltabteilung, Dr. Ralf Wagner. Die Stadt sei mit dieser Maßnahme ihrer Verkehrssicherheitspflicht nachgekommen, denn das Wurzelwerk der Bäume habe die Gehwegplatten hochgedrückt, so dass eine Unfallgefahr für die Fußgänger bestanden habe. Außerdem sei bei starken Regenfällen Wasser ins Foyer des Hotels gelaufen, sagte Wagner.

Alternativen zum Fällen habe es nicht gegeben. "Die einzige Möglichkeit wäre ein Anheben des gesamten Gehweges gewesen. Dann hätten wir aber am Hoteleingang eine Stufe gehabt", so Wagner. Leichtfertig sei der Baum jedenfalls nicht beseitigt worden. "Wir fällen keinen Baum ohne Grund. Und hier hatten wir einen Grund".

Ratsmitglied Klaus Schlüter und der grüne Fraktionschef Benedikt Striepens zweifeln diese Gründe aber an. Denn laut Wagner seien keine Unfall- oder Schadensmeldungen bei den zuständigen Fachabteilungen eingegangen, heißt es in der Antragsbegründung. Auch eine Schadensmeldung des Hoteleigentümers liege nicht vor. "So entsteht der Eindruck, dass hier ein gesunder Baum ohne eine nachvollziehbare Begründung vom Kommunalbetrieb Werne gefällt wurde", schreiben die Grünen.

Damit die benachbarten Bäume nicht das gleiche Schicksal ereilt, sollen sie geschützt werden. Die Fraktion fürchtet um die noch bestehenden Baumreihen, insbesondere um das Bild an der historischen Klostermauer. "Wir möchte nicht, dass diese durch weitere willkürliche Baumfällaktionen gefährdet werden", so die Grünen. Außerdem soll nach Ansicht der Fraktion geprüft werden, ob die Baumreihe ins Alleenkataster NRW aufgenommen werden kann.

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